Multinorm: Wenn ein Risiko selten allein kommt

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Multinormbekleidung weit mehr ist als eine lange Liste von Schutzsymbolen. Wir zeigen, wie moderne Schutzkleidung in komplexen Arbeitsumgebungen wirklich funktioniert – und warum Beratung, Passform und Alltagstauglichkeit genauso zählen wie Zertifikate.

Wir nehmen euch mit in die Praxis: Welche Risiken treten tatsächlich auf, wie entstehen die besten Bekleidungskonzepte und was entscheidet über Akzeptanz und Sicherheit? Wir diskutieren, weshalb Multinorm immer ein Beratungsthema bleibt und warum die richtige Lösung am Ende immer beim Menschen beginnt. Hört rein und startet euer nächstes Multinorm-Gespräch mit den richtigen Fragen!

BP® Berufsbekleidung

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00:00:00: Willkommen bei Schutzsache, dem PSA-Podcast von BP mit Bella und Paul.

00:00:05: Schön dass ihr dabei seid!

00:00:06: Heute sprechen wir über ein Thema das in vielen Unternehmen immer wichtiger wird auch wenn es auf den ersten Blick ein bisschen technisch klingt Multinormbekleidung also Schutzkleidungen für Arbeitsumgebungen in denen ein Risiko selten allein kommt.

00:00:20: Vielleicht kennt ihr genau solche Situation.

00:00:22: Morgens draußen an einer Anlage bei Wind und Regen, später arbeiten an elektrischen Komponenten zwischendurch Wege über ein Werksgelände mit Fahrzeugverkehr Und je nach Tätigkeit können dann zusätzlich Hitze, Flammen, elektrostatische Aufladung oder Chemikalien-Spritzer eine Rolle spielen.

00:00:40: Genau da stellt sich die Frage Welche Kleidung passt eigentlich zu so einer Realität?

00:00:45: Und genau das wollen wir heute verständlich einordnen.

00:00:48: Ja denn Multinorm ist am Ende vor allem ein Praxisthema.

00:00:52: In vielen Arbeitsumgebungen wechseln Tätigkeiten, Einsatzorte und Gefährdungen.

00:00:56: Das heißt es geht nicht um einen einzigen klar abgegrenzten Schutzbedarf sondern oft um mehrere Anforderungen die zusammenkommen oder sich im Tagesverlauf verändern.

00:01:08: Und Multinornbekleidung wird genau dort relevant wo ein einzelner Schutzgedanke nicht mehr ausreicht.

00:01:15: Wichtig ist aber direkt am Anfang Multinorm bedeutet nicht einfach, dass möglichst viele Symbole auf dem Etikett stehen.

00:01:23: Und es bedeutet auch nicht das ein Kleidungsstück pauschal für alles geeignet ist.

00:01:28: Multinom heißt vielmehr, dass ein Bekleidungssystem mehrere Schutzanforderungen gleichzeitig erfüllen kann abhängig von der konkreten Zertifizierung.

00:01:40: Und dieses Wortsystem ist hier wirklich wichtig, denn gute Schutzkleidung entscheidet sich nicht nur auf dem Papier.

00:01:46: Natürlich sind Normen und Schutzklassen zentral – aber genauso wichtig ist die Frage ob die Kleidung im Alltag tatsächlich funktioniert?

00:01:54: Wird sie akzeptiert?

00:01:56: Lässt sie genug Bewegungsfreiheit zu?

00:01:58: Sitzt sie gut?

00:01:59: Ist sie tragbar wenn lange Schichten anstehen, wenn es draußen kühl oder nass ist oder wenn viel Bewegung im Spiel ist?

00:02:06: Denn Schutzkleidung wirkt nur dann gut, wenn sie auch konsequent und richtig getragen wird.

00:02:10: Und genau deshalb ist Multinorm nicht nur ein technisches Thema sondern immer auch ein Beratungsthema.

00:02:16: Genau!

00:02:18: Denn die richtige Lösung entsteht nie allein aus dem Wunsch nach möglichst vielen Normen.

00:02:25: Sie entsteht aus der Gefährdungsbeurteilung also aus der konkreten Tätigkeit, dem Einsatzbereich und der Frage welche Risiken tatsächlich vorliegen.

00:02:34: Das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber oft zu schnell abgekürzt.

00:02:39: Für Unternehmen heißt das sie kaufen nicht einfach Jacke und Hose.

00:02:43: Sie beschaffen ein System dass rechtlich, funktional und praktisch funktionieren muss.

00:02:49: Und praktisch heißt eben die Kleidung muss schützen sie muss in passende Größen und Passform verfügbar sein sie sollte im Arbeitsalltag tragbar sein Und sie muss auch über Pflege und Nutzung hinweg verlässlich bleiben.

00:03:05: Vielleicht machen wir das einmal ganz greifbar, wenn man Multinorm auf eine einfache Formel bringen will dann geht es immer um drei Fragen.

00:03:13: Erstens welche Gefährdungen treten auf?

00:03:16: Also zum Beispiel Lichtbogen Hitze Flammen Elektrostatische Aufladung Chemikalien-Spritzer schlechte Sichtbarkeit Regen kühle Umgebungen oder kniende Tätigkeiten?

00:03:27: Zweitens wie treten diese Gefährdingen Gleichzeitig, nacheinander, dauerhaft oder nur in bestimmten Situationen.

00:03:36: Und drittens – welche Kleidung wird am Ende tatsächlich getragen?

00:03:40: Denn eine theoretisch passende PSA die zu schwer, zu steif oder zu warm ist hat in der Praxis schnell ein Akzeptanzproblem und aus so einem Akzeptansproblem kann sehr schnell ein Sicherheitsproblem werden.

00:03:52: Das ist ein entscheidender Punkt.

00:03:54: gerade im komplexen Bereichen wie Energieversorgung Stadtwerken, Industrieparks Anlagenbau, Instandhaltung oder technischen Services sieht man sehr gut warum Multinorm relevant ist.

00:04:07: Dort kommen elektrische Risiken Arbeiten im Freien Sichtbarkeit auf Verkehrsflächen Witterungen und mechanische Tätigkeiten oft zusammen.

00:04:15: Für Einkauf- und Arbeitssicherheit bedeutet das eine anspruchsvolle Aufgabe Denn gute Multinorbekleidung ist nie nur Normerfüllung.

00:04:23: Sie ist immer ein Zusammenspiel aus Schutzfunktionen Tragekomfort Waschbarkeit, Passform, Lieferfähigkeit und Akzeptanz.

00:04:33: Oder anders gesagt die beste Lösung ist meistens nicht der Einzelartikel sondern ein abgestimmtes Bekleidungskonzept.

00:04:40: Und weil man bei Multinorm schnell in Fachbegriffe abrutscht lohnt sich einen kurzer Blick auf die typischen Schutzbereiche die hier eine Rolle spielen können.

00:04:49: Da geht es zum Beispiel um Schutz gegen Hitze und Flammen nach ENISO-ELF-SIXIII, um Schutzkleidung für Schweißen und Verwandteverfahren nach ENIsO-ELF-VII.

00:05:00: Um die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens nach EN-VI I, Vier Acht Zwei, Binde Strich zwei und um elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidungen nach EN Elf vierneun Binde strich fünf.

00:05:14: Dazu kommen Schutz gegen flüssige Chemikalien-Spritzer in begrenztem Umfang

00:05:35: nach EN.

00:05:46: Und genau an dieser Stelle sieht man gut, warum Beratung so wichtig ist.

00:05:51: Denn nicht jede Norm ist in jeder Situation relevant und auch wenn mehrere Normen zusammenkommen können bedeutet das nicht automatisch dass mehr immer besser ist.

00:06:02: Entscheidend ist was im jeweiligen Einsatz tatsächlich gebraucht wird.

00:06:06: Die richtige Norm zur richtigen Tätigkeit ist wichtiger als eine möglichst lange Liste von Pictogramm.

00:06:13: Multinorm ist also kein Sammelalbum, sondern ein präzise abgestimmtes Schutzkonzept.

00:06:18: Ganz wichtig – alle Normen werden wir in den nächsten Folgen nochmal im Detail

00:06:23: erklärt.".

00:06:24: Und dieses Schutzkoncept muss heute mehr leisten als früher!

00:06:27: Schutzkleidung hatte lange den Ruf schwer, steif und wenig beweglich zu sein.

00:06:32: Heute ist das deutlich differenzierter.

00:06:34: Moderne Materialentwicklungen ermöglichen Lösungen die näher an komfortabler Workwear sind ohne den Schutzgedanken aus dem Blick zu verlieren.

00:06:42: Leichtere Gewebe, ergonomische Schnitte, segmentierte Reflexstreifen oder je nach Produktelastische Einsätze und Hybrid-Stretchlösungen können einen echten Unterschied machen.

00:06:53: Gerade dann wenn Menschen nicht nur gerade ausgehen sondern leiternsteigen knien über Kopfarbeiten oder ständig zwischen Fahrzeuganlage und Werkstatt wechseln

00:07:02: Und alles was dabei stört senkt die Akzeptanz.

00:07:06: Deshalb sind Bewegungsfreiheit, Passform und Tragekomfort keine weichen Faktoren sondern ganz praktische Bestandteile von Sicherheit.

00:07:15: Dazu kommt die Pflegefähigkeit.

00:07:18: Gerade Multinormbekleidung ist in vielen Unternehmen ein Thema für Industriewäsche.

00:07:23: das ist oft sinnvoll aber auch anspruchsvoll.

00:07:26: hohe Temperaturen mechanische Belastungen Trocknung und Waschchemie sind für Textilien ein echter Test.

00:07:34: Deshalb muss ein Produkt nicht nur im Neuzustand überzeugen Es muss auch im Alltag bestehen.

00:07:39: Für Einkäufer bedeutet das, nicht nur auf den Anschaffungspreis schauen sondern auch auf Lebensdauer Waschbarkeit Reparaturfähigkeit Nachbeschaffung und Systemkompatibilität.

00:07:51: Und dann gibt es noch einen Punkt der sehr praktisch ist und trotzdem oft unterschätzt wird Passform.

00:07:57: Schutzkleidung muss sitzen.

00:07:58: Zu groß kann die Schutzwirkung beeinträchtigen zu klein schränkt Bewegungen ein Und wenn Kleidung schlecht sitzt, wird sie im Zweifel offen oder ungern getragen.

00:08:08: Gerade auch bei Damenpassformen ist das ein wichtiges Thema – denn kleine Männergrößen sind keine echte Darmen-Passform!

00:08:15: Für Unternehmen geht es dabei nicht nur um Komfort sondern auch um Respekt, Akzeptanz und professionelle Ausstattung für alle Beschäftigten.

00:08:22: Wenn man die Folge auf eine Kernaussage verdichten will dann vielleicht so….

00:08:28: Multinormbekleidung ist eine Antwort auf kombinierte oder wechselnde Gefährdungen.

00:08:33: Aber die richtige Lösung entsteht nicht aus möglichst vielen Normen, sondern aus einer guten Gefährderungsbeurteilung und einer ehrlichen Betrachtung des Arbeitsalltags.

00:08:43: Normen geben Orientierung, ersetzen aber keine Beratung.

00:08:50: Passform, Bewegungsfreiheit und Pflegefähigkeit sind keine Nebensachen sondern Faktoren die direkt beeinflussen ob Schutzkleidung im Alltag akzeptiert und korrekt getragen wird.

00:09:01: Und damit kommen wir am Ende dieser Folge noch zu BP.

00:09:04: Mit Multi-Protect Plus greift BP genau diesen Systemgedanken bezüglich Schutzfunktion, moderner Materialien und ergonomischer Lösungen auf.

00:09:13: Und bietet Bekleidungskonzepte für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.

00:09:17: Dazu gehören zum Beispiel leichte Multinormjacken und Hosen lang am Shirts und Hybridhosen.

00:09:23: Der entscheidende Gedanke hinter dieser Vielfalt ist das geschickte Zusammenspiel von Schutzfunktion Leichtigkeit Tragekomfort und Pflegefähigkeit

00:09:34: mehr als ein Produktmerkmal.

00:09:36: Sie ist eine Lösung für Arbeitsalltag, Verantwortung und gute Beratung.

00:09:42: Wenn ihr diese Folge im Außendienst in der Arbeitssicherheit oder im Einkauf mitnehmt dann startet das nächste Gespräch über Multinorm nicht mit dem Artikel sondern mit drei Fragen Welche Risiken liegen wirklich vor?

00:09:56: Wie sieht der Arbeitsalltag konkret aus und welches Bekleidungssystem passt dazu am besten?

00:10:01: Das war Schutzsache, der PSA-Podcast von BP mit Bella und Paul.

00:10:06: Und wenn ihr aus dieser Folge nur einen Gedanken mitnehmt dann vielleicht diesen.

00:10:10: Multinorm Bekleidung ist nicht zuerst ein Produktargument sondern ein Beratungsthema.

00:10:15: Wer sie gut erklärt spricht zuerst über Risiken Tätigkeiten und Menschen – und erst danach über den Artikel!

00:10:22: Bis zur nächsten Folge.

00:10:24: bleibt sicher, bleibt aufmerksam und denkt Schutzkleidungen immer vom Arbeitsalltag aus.

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